Presse

Neue Westfälische 29.12.2015

Laden ein: Janine (l.) und Heiko Lachmann (r.) bieten im Zebra künftig kreative Workshops für Kinder an. Dabei stehen Malen, Töpfern und Werken auf dem Programm. Ihr Sohn Gabriel war beim vergangenen Kursus von Mama und Papa natürlich dabei. Dort hat er ein tolles Bild gemalt. – © Kai-Sören Kerkhoff

Neue Kreativkurse im „Zebra“
Neues Angebot für Kinder und Jugendliche

Enger. Malen, Töpfern und Werken – all das erwartet junge Künstler im neuen Jahr im „Zebra“. Dann wartet das Kinder- und Jugendzentrum in Enger an der Ringstraße nämlich mit neuen Angeboten auf: Ab dem 11. Januar bieten Janine und Heiko Lachmann dort eine Kunst- und eine Instrumentenwerkstatt an.

Zehn Wochen lang können sich die Kinder hier jeden Montag kreativ austoben. Und mit viel Phantasie und etwas Hilfe kleine Kunstwerke erschaffen.
Janine und Heiko Lachmann sind im „Zebra“ keine Unbekannten. Neben einem Cajon-Kursus haben sie hier zuletzt auch einen Malkursus angeboten. Unter dem Motto „Die kleinen Zauberpinsel“ haben dabei sieben Kinder verschiedene Motive zu Papier gebracht. „Die Älteren haben Häuser oder Blumen gemalt. Bei den Jüngeren sehen die Bilder etwas abstrakter aus“, sagt Janine Lachmann schmunzelnd. Am Mittwoch, 13. Januar, um 16 Uhr sind die Kunstwerke im Jugendzentrum an der Ringstraße zu bestaunen.
Die schöpferischen Montage starten mit Ton und Acrylfarben: „Wir werden aus lufttrocknendem Ton Skulpturen töpfern. Anschließend werden die Figuren dann bemalt“, erklärt Janine Lachmann, die die Kunstwerkstatt leitet.

Aber auch andere Materialien würden beim Töpfern zum Einsatz kommen. Etwa Salzteig: „Das ist eine knetähnliche Masse, die sich sehr gut formen und gestalten lässt.“

Die Kunstwerkstatt richtet sich an Kinder im Alter von 4 bis 8 Jahre.

Der Kursus beginnt immer um 15 Uhr und dauert etwa eine Stunde.

Im Anschluss geht es dann genau so kreativ weiter. Denn ab 17 Uhr öffnet Heiko Lachmann seine Instrumentenwerkstatt. Wie der Name schon verrät, basteln die Kinder hier Trommeln, Flöten und Gitarren.

Und zwar aus den verschiedensten Werkstoffen: „Wir nutzen Holz, Pappe oder Tontöpfe. Aus Bambushölzern machen wir beispielsweise eine Panflöte“, konkretisiert der Musik- und Klangtherapeut.

„Für die Kinder ist es natürlich ein tolles Erfolgserlebnis auf den selbstgebauten Instrumenten Musik zu machen“, merkt seine Frau an. Der musikalische Werkkursus ist für Kinder von 6 bis 10 Jahren gedacht.

Bernd Rammler, Leiter des Kinder- und Jugendzentrums, zeigt sich von dem Engagement der beiden begeistert: „Ich finde es klasse, wenn sich im Zebra etwas bewegt, wenn externe Personen ins Haus kommen und kreative Kurse auf die Beine stellen.“

Interessierte Eltern können ihre Kinder für beide Kurse anmelden oder sich einen herauspicken.

Um eine frühzeitige Anmeldung wird gebeten. Janine Lachmann ist unter Tel. (01 51) 15 65 98 80 und Heiko Lachmann unter Tel. (01 72) 8 71 87 70 zu erreichen.

 

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Artikel aus der NW vom 28.September 2015

Ins Gespräch kommen: An langen Tischen genossen die Asylsuchenden gemeinsam mit Engeranern ein leckeres Frühstück. - © Chudzicki

Ins Gespräch kommen: An langen Tischen genossen die Asylsuchenden gemeinsam mit Engeranern ein leckeres Frühstück. – © Chudzicki

INS GESPRÄCH KOMMEN: AN LANGEN TISCHEN GENOSSEN DIE ASYLSUCHENDEN GEMEINSAM MIT ENGERANERN EIN LECKERES FRÜHSTÜCK. | © CHUDZICKI
AUTOR
Martina Chudzicki
Aktualisiert am
28.09.2015, 11:37 Uhr

ENGER
Internationales Frühstück im Jugendzentrum Zebra
Im Zebra lernen sich Asylsuchende aus vielen Länder der Erde und Engeraner zwanglos ein wenig näher kennen

Bewegend: Die 13-jährige Suela erzählt von ihrer Flucht, Hüseyin Tabak übersetzt. – © Chudzicki
BEWEGEND: DIE 13-JÄHRIGE SUELA ERZÄHLT VON IHRER FLUCHT, HÜSEYIN TABAK ÜBERSETZT. | © CHUDZICKI
Enger. Suela hat ihren ganzen Mut zusammen genommen. Doch als sie auf der kleinen Empore im Bistro des Jugendzentrums Zebra steht und davon erzählt, wie sie mit ihrer Familie aus dem Kosovo bis nach Enger geflohen ist, kann sie ihre Tränen nicht zurückhalten. „Wir sind einen so langen Weg gegangen“, sagt sie und muss ein paar Mal schlucken, ehe sie weitersprechen kann.

Über Serbien flüchtete sie mit ihrer Familie zunächst nach Ungarn. „Da haben sie uns unseren Papa weggenommen. Drei Wochen lang wussten wir nicht, wo er ist.“ Jetzt ist Suela mit ihrer Mutter, dem Vater und zwei Geschwistern in Enger angekommen. Und hat nur einen Gedanken: „Ich wünsche mir für mich und meine Familie ein besseres Leb
Zum dritten Mal hatte das Team des Evangelischen Jugendzentrums Zebra um Jugenddiakon Bernd Rammler am Samstag zu einem Internationalen Frühstück eingeladen. Und wieder waren gut 80 Menschen aus vielen Ländern der Welt, aber auch alteingesessene Engeraner in das alte Wittekindhaus an der Ringstraße gekommen, um bei einer Tasse Tee oder Kaffee, leckeren Brötchen, Marmelade oder knusprigen Börek miteinander ins Gespräch zu kommen. „Ich bin ein glücklicher Mensch“, begrüßt Bernd Rammler die zahlreichen Gäste. „Als ich heute Morgen aufgestanden bin, schien die Sonne und ich habe mich sehr auf diesen Tag und die vielen Menschen hier gefreut!“

Glücklich: Die zahlreichen Kinder freuten sich über Kuscheltiere und Spielzeug. - © Chudzicki

Glücklich: Die zahlreichen Kinder freuten sich über Kuscheltiere und Spielzeug. – © Chudzicki
GLÜCKLICH: DIE ZAHLREICHEN KINDER FREUTEN SICH ÜBER KUSCHELTIERE UND SPIELZEUG. | © CHUDZICKI
Und die genießen an diesem Vormittag erst einmal das reichhaltige Frühstücksbüfett, das durch eigene Mittel des Jugendzentrums, Spenden und die tatkräftige Mithilfe vieler ehrenamtlicher Helfer überhaupt erst möglich ist. Doch an diesem Tag hat Bernd Rammler für die Gäste noch zwei weitere Überraschungen parat.

Im großen Saal des Wittekindhauses, gleich neben dem Bistro, haben Sylke Fankidejski und ihre Tochter Pauline einen großen Second-Hand-Markt aufgebaut. Auf langen Tischen stapeln sich Kuscheltiere, Spielzeug und gute gebrauchte Kleidung für Kinder und Erwachsene. „Ich hatte einfach das Gefühl, dass ich was machen muss“, begründet Fankidejski ihren Einsatz. Im Kindergarten Falkenhorst hatte sie einen Zettel aufgehängt und um Kinderkleidung für Asylsuchende und Flüchtlinge gebeten. „Am Ende habe ich mehrere Wagenladungen mit Kleidung und Spielzeug dort abholen können“, sagt sie.

Pauline hat sich vom Engagement ihrer Mutter anstecken lassen und ihre Mitschüler an der Olaf-Palme-Gesamtschule in Hiddenhausen um Spenden gebeten. „Sie ist von Klasse zu Klasse gegangen und hat für ihr Vorhaben geworben“, erzählt die Mutter. Im großen Saal des Jugendzentrums sind am Samstag beide damit beschäftigt, das riesige Angebot zu präsentieren. Während Sylke Fankidejski die Kinderkleidung auf den Tischen nach Größen ordnet, widmet sich Pauline den Unmengen von Kuscheltieren, die wenig später von den Flüchtlingskindern heftig umschwärmt werden und reißenden Absatz finden.

Pauline ist fast genauso alt wie Suela. Die eine ist 12, die andere 13. Zwei junge Mädchen auf dem Weg ins Erwachsenenleben – und doch mit einem bis heute so unterschiedlichen Lebenslauf. Wer an diesem Morgen im Engeraner Jugendzentrum genau hinhört und hinschaut, spürt intuitiv, dass menschliche Schicksale nicht zuletzt davon abhängen, wo und unter welchen Umständen man geboren wird.

Davon zeugen auch die Berichte von Flüchtlingen im Jugendzentrum, die der Bitte von Bernd Rammler nachkommen und sich in einem „Who is Who“ ganz spontan und sehr persönlich vorstellen. Diese erstmals im Zebra durchgeführte Runde ist Bernd Rammler eine Herzensangelegenheit. „Es ist so wichtig, miteinander zu kommunizieren“, sagt er. „Wenn wir uns selber ein Profil, ein Gesicht geben, wenn wir wissen, mit wem wir es zu tun haben, dann können wir viel leichter ins Gespräch kommen!“

Viele der Asylsuchenden Gäste an diesem Morgen nutzen – so wie Suela – diese Gelegenheit. Sie erzählen davon, wer sie waren in ihrer Heimat, davon, warum sie geflohen sind, davon, was sie sich für ihre Zukunft erhoffen. So unterschiedlich ihre Berichte auch sind, eint sie doch ein großer Schmerz: Sie alle haben nicht nur ihre Heimat verlassen müssen, sondern auch Freunde und oft sogar die eigene Familie. „Darum“, sagt Rami aus Syrien „bin ich so froh, heute hier sein zu können. Jede Frau hier ist heute meine Schwester, jeder Mann mein Bruder. Wir sind heute eine große Familie!“

 

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Artikel aus der Neuen Westfälischen vom 18.09.2015

 

Im Zeichen des Zebra: Bernd Rammler, Leiter des evangelischen Jugendzentrums Zebra an der Ringstraße, freut sich auf das neue Projekt, das in wenigen Wochen starten soll. - © Karin WesslerIm Zeichen des Zebra: Bernd Rammler, Leiter des evangelischen Jugendzentrums Zebra an der Ringstraße, freut sich auf das neue Projekt, das in wenigen Wochen starten soll. | © Karin Wessler

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Karin Wessler

EngerJugendzentrum schafft neues Angebot speziell für Jungen

Im Evangelischen Jugendzentrum „Zebra“ gibt es bald wieder einen Jungentag

Enger. Seit mehr als 25 Jahren wird im Evangelischen Kinder- und Jugendzentrum „Zebra“ der wöchentliche Mädchentag angeboten. Ab Herbst soll es zusätzlich einen speziellen Jungentag geben – wieder. „Das Projekt wird derzeit vorbereitet, und es wird spannend“, ist Bernd Rammler, seit fast 30 Jahren Leiter der Einrichtung an der Ringstraße, fest überzeugt.

Der „Mädchentag“ wurde ins Leben gerufen, weil seinerzeit die Jungen im offenen Bereich gern „alle Aktivitäten wie den Kicker oder Billardtisch besetzten“, erinnert sich Rammler. „Auch die Treppe, die zur Mädchentoilette hinauf führte, wurde nicht selten von den Jungs blockiert, sie ließen Mädchen nicht durch.“

Information

Projekt

Der Student Noel Manitz und der Schüler Yannick Lübbe arbeiten das Konzept zum Jungentag aus und werden die Teilnehmer auch betreuen. Start dieses Jungen-Projektes wird im Kinder- und Jugendzentrum „Zebra“ an der Ringstraße noch im Herbst sein. Angesprochen sind alle Schüler der 4. bis 6. Klasse, also die etwa zehn- bis zwölfjährigen Jungen.

 

 

Die Jugendzentrum-Mitarbeiter hätten dies ändern müssen. „Wir mussten ein Angebot im offenen Bereich schaffen, in dem Mädchen so sein konnten wie sie wollten.“ Damals wurde auch die „Mädchentreppe“ eingerichtet. „Das ist die Treppe, die in die obere Etage führt. Die dürfen ausschließlich die Mädchen betreten.“

Mitarbeiterinnen der „ToT“, wie das Jugendzentrum damals noch hieß, bauten den Bereich Mädchenarbeit aus, der Donnerstag wurde zum „Mädchentag“.

Einige Jahre lang gab es daraufhin auch eine Jungengruppe. „Wir hatten erkannt, dass in geschlechtshomogenen Gruppen auch besser über sensible Themen diskutiert werden konnte.“ So wurde etwa über Sexualität oder Verhütung gesprochen. „Jungen konnten aber auch einen Haushaltsführerschein ablegen“, erinnert sich Bernd Rammler.

Doch dieses Angebot konnte das Jugendzentrum an der Ringstraße nicht lange aufrecht erhalten, es fehlte an Mitarbeitern. „Die Idee war aber immer da, wieder ein Pendant zum Mädchentag für die Jungen einzurichten.“

Nun haben sich im Jugendzentrum zwei Mitarbeiter gefunden, die dieses Projekt schultern wollen. „Ein Student der Sozialarbeit und ein Gymnasiast bereiten den Jungentag derzeit vor“, berichtet Bernd Rammler. „Sie stellen vielfältige Überlegungen an, was reflektierte Jugendarbeit bedeutet und haben ein Konzept in Arbeit“, berichtet der „Zebra“-Leiter.

So soll auch wieder der Haushaltsführerschein angeboten werden. „Die Jungs können sich dann beim Wäschewaschen, im Umgang mit der Spülmaschine, beim Bügeln oder Strümpfestopfen beweisen“, erläutert Rammler.

„Es werden aber auch sogenannte Kampfesspiele angeboten.“ Die Jungen sollen ihre Kräfte messen dürfen. „Sie schlagen sich dann nicht wirklich. Aber sie werden dabei lernen, dass sie nur zusammen in der Gruppe erfolgreich sind.“ Die hochgradig ritualisierten Kampfesspiele nach Josef Riederle haben das Ziel, die geschlechtsbewusste Wahrnehmung der Jungen zu schulen.

Auch ist geplant, im Garten des Kinder- und Jugendzentrums eine Hütte zu errichten. „Wir verfügen ja bereits über einen Bauwagen, der wird noch ausgebaut und eine kleine Hütte davor gesetzt.“ Dann soll dort auch mal ein Lagerfeuer angezündet werden. „Die Jungs sollen dabei selbst Hand anlegen und mit anpacken“, so die Idee. „Wir wollen zusammen mit den Jungs die Welt entdecken, und alles was dazu gehört, wird Thema sein“, ist Bernd Rammler ganz gespannt auf dieses Projekt.

Dabei dürfen sich die Jungen auch selbst einbringen, Wünsche äußern und Vorschläge machen. Ihnen nur etwas vorzusetzen bringe ja nicht viel, so Rammlers Erfahrung.

Er sagt: „In unserem Kinder- und Jugendzentrum gibt es das Prinzip Mitbestimmung und Mitverantwortung schon seit 30 Jahren, das hat sich bewährt.“

 

Artikel der Ferienspiele 2015 

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Kinder erkunden mit Rallye die Stadt

Montag beginnen Ferienspiele im Evangelischen Jugendzentrum Ringstraße

Enger(KaWe). Die Ehrenamtlichen des Evangelischen Jugendzentrums an der Ringstraße sitzen zusammen und tüfteln an der Stadtrallye. Diese Woche machen sie sich Gedanken, wie sie die Ferienspiele ab kommenden Montag zu einem echten Abenteuer werden lassen. »Voranmeldungen gibt es bei uns nicht. Am Montag können Eltern zu uns kommen und ihre Kinder anmelden – entweder für eine oder für zwei Wochen«, sagt Bernd RammPastedGraphic-2ler, Leiter des Jugendzentrums.

Die Ferienspiele vom 28. Juli bis 8. August stehen unter dem Motto »Das Zebra und die Detektive – Kinder auf der Suche nach ihren Rechten«. Das Programm geht täglich von 9.30 bis 13.30 Uhr. »Wir erwarten etwa 50 bis 60 Kinder«, sagt Rammler. und die werden dann spielerisch unterrichtet, was genau ihre Rechte sind. »Ein ganz wichtiges Recht ist das auf körperliche Unversehrtheit«, informiert Rammler. Außerdem fahren die Teilnehmer einen Tag in den Tierpark Olderdissen, machen ein Stadtspiel und treffen ein Zebra (allerdings kein echtes). Die Mädchen und Jungen im Alter von fünf bis zwölf Jahren basteln und bedrucken ein T-Shirt ganz individuell.

Zum Wochenabschluss kommen dann die Eltern hinzu, und ein Familientag startet«, erzählt Rammler, der sich freut, von einem so starken Team aus Ehrenamtlichen unterstützt zu werden. Die zwölf Helfer haben einen engen Bezug zum Jugendzentrum ToT, waren selber als Kinder oft dort.
Für beide Wochen zahlen Eltern 35 Euro, für eine 20 Euro. Für Geschwisterkinder pro Woche nur 2,50 Euro. Sie sollten ihren Kindern am ersten Tag auch ein weißes T-Shirt mitgeben.

Engerscher Anzeiger – 29.Juli 2014

 

Kleine Detektive im Jugendzentrum

Teilnehmer der Zebra-Ferienspiele lernen viel über die Rechte von Kindern

Enger(sal). »Das Thema hat mich einfach interessiert«, sagt die neunjährige Sophia. Gemeinsam mit 35 anderen Jungen und Mädchen will die Grundschülerin bei den Ferienspielen im evangelischen Jugendzentrum Zebra in den kommenden zwei Wochen viel über die Rechte von Kindern erfahren.

»Denn auch in der Bundesrepublik werden diese Rechte oftmals noch mit Füßen getreten«, erklärt Bernd Rammler, Leiter des Jugendzentrums, und führt als Beispiel das oft unter den Tisch gekehrte Thema von Gewalt im Elternhaus ins Feld. »Wir wollen die Kinder sensibilisieren und ihnen zeigen, dass sie nicht nur Pflichten, sondern eben auch Rechte haben«, ergänzt Rammler.

Neben diesem eher ernsten Thema, an das die Fünf- bis Zwölfjährigen bei verschiedenen Aktionstagen kindgerecht herangeführt werden sollen, erwartet die Teilnehmer zumeist bis in die Mittagsstunden ein abwechslungsreiches Spaß- und Spielprogramm. Während gestern das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund stand und eine Geschichtenerzählerin eine Piratenmär vorlas, dürfen sich die Kinder morgen auf einen Ausflug in den Tierpark Olderdissen freuen. Freitag geht’s zu einem Picknick ins Freibad.

»Für die kommende Woche können sich noch Kinder bei uns anmelden. Wir haben noch einige Plätze frei«, sagt Bernd Rammler. Das Programm und weitere Infos erhalten Interessierte direkt im Jugendzentrum Zebra oder unter: 05224 / 979526.

 

Ferienspiele starten Montag

Kinder begeben sich im Evangelischen Jugendzentrum auf die Suche nach ihren Rechten

Enger (bjp). WelchPastedGraphic-1e Rechte haben Kinder? Gelten sie überall gleich? Und wie lernt sie jeder kennen? Diesen Fragen gehen Kinder bei den Ferienspielen im Evangelischen Kinder- und Jugendzentrum vom 28. Juli bis 8. August nach. Das Angebot richtet sich an Kinder von fünf bis zwölf Jahren, die jeweils am Montag der Wochen ab 9.30 Uhr angemeldet werden können. Bis um 13.30 Uhr dauert das Programm, das das Team um Jugenddiakon Bernd Rammler zusammengestellt hat. „Wir haben eine Olympiade auf der Maiwiese, eine Fahrt in den Tierpark Olderdissen und eine Stadtrallye durch Enger geplant, aber deren Ziel wird noch nicht verraten“, sagt Betreuerin Vanessa Stankiewicz, die um Unterstützung der Eltern bittet. „Für Utensilien, die wir zum Basteln brauchen, wären wir sehr dankbar.“ Was benötigt wird, kann telefonisch erfragt werden unter (0 52 24) 97 96 26. Dann steht dem Zebra-Maskottchen des Zentrums und den kleinen Detektiven auf der Suche nach ihren Rechten nichts mehr im Weg.

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10 – Enger-Spenge, Donnerstag 24. Juli 2014

 

Lokales

Schon 34 Kinder sind angemeldet

Ferienspiele im Engeraner Jugendzentrum Zebra

Enger (-as). Bernd Rammler freut sich über die bisher große Frequenz der Eltern, die gestern ihre Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren im evangelischen Jugendzentrum Zebra an der Ringstraße angemeldet haben. Der Leiter weist aber darauf hin, dass es auch weiterhin jederzeit möglich sei, Kinder für die Ferienspiele anzumelden. Die können dann – wie die 34 Kinder bisher – am umfangreichen Programm teilnehmen. So steht eine Tagesfahrt in den Tierpark Olderdissen mit „Tierpark-Rallye“ auf dem Programm, es ist ein „Stadtspiel mit Zebra“ geplant, eine Schnitzeljagd – „aber da sage ich natürlich nicht wo“ – und ein Picknick im Schwimmbad.

In diesem Jahr, so sagte der Leiter des Jugendzentrums, liege das Durchschnittsalter mit acht Jahren eher niedrig.

Rammler hat das Programm – es ist das mittlerweile 28. von ihm betreute – unter ein Motto gestellt. „Es geht um Kinderrechte. Am Ende der Ferienspiele zeigen wir auch für die Eltern den Film Der Wutmann, in dem es um das Recht der Kinder auf körperliche Unversehrtheit geht.“

Seitdem Bernd Rammler sich um die Ferienspiele in Enger kümmert, steht jedes Programm unter einem „kinderzentrierten politischen Globalthema“. So ging es schon um „Euri-, Euro- Europa“ oder um „Natur pur“. www.zebra-jz.de

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10 – Enger-Spenge, Dienstag 29. Juli 2014

 

Neue Schaukel

Spielgerät des Jugendzentrums wird ausgiebig genutzt

Enger (-as). Pünktlich zu Beginn der Ferienspiele bekommen die Kindern im evangelischen Jugendzentrum an der Ringstraße ein neues Spielgerät: eine groß dimensionierte Schaukel. Da geht es nicht mehr ausschließlich um den Individualspaß, jetzt heißt es: gemeinsam schaukeln. Das Gerät besteht aus vier fünf Meter langen Seilen, die an einem Querseil zwischen zwei Bäumen befestigt sind. Sitz- und Stehfläche ist der ausrangierte großen Reifen eines Anhängers. Hysni Haydini und Maik Wija haben das neue Spielgerät gebaut.

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10 – Enger-Spenge, Mittwoch 30. Juli 2014

 

Stadtrallye mit Zebra durch die Innenstadt

Ferienspielteilnehmer auf der Jagd nach Buchstaben

Enger (bjp). „Kinder haben auch Rechte“, liest der Dreikäsehoch von seinem Zettel ab. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Die Botschaft, mit der Teilnehmer der Ferienspiele des evangelischen Jugendzentrums gestern durch die Innenstadt zogen, verdient es in ihren Augen dennoch, wiederholt zu werden. Immerhin ist sie Thema des Ferienprogramms.

Eine Liste mit Geschäften leitet die Sechs- bis Zwölfjährigen durch die Straßen. In fünf Gruppen aufgeteilt, müssen sie überall verschiedene Aufgaben erfüllen, bei der NW ist es das Gedicht. Dafür bekommen sie einen Stempel und einen Zettel mit einem Buchstaben. In der richtigen Reihenfolge bilden diese einen Teil des Lösungsworts, das den Zielpunkt der Rallye nennt. Erst wenn alle Gruppen alle Buchstaben beieinanderhaben, ergeben diese einen Sinn. Aber wehe die Kinder begegnen dem Zebra.

Dann wird die Rallye zum Wettkampf. In einer Abwandlung des Knobelspiels „Schere, Stein, Papier“ (Prinzessin, Ritter, Drache) treten die Gruppen gegen das Zebra an. Mitarbeiter Dominic Neuhaus, der in dem Ganzkörperkostüm steckt, lässt niemanden gewinnen. Falls die Kinder ihn dennoch schlagen, dürfen sie weiter auf die Jagd nach Buchstaben gehen.

Als alle Gruppen ihre Buchstaben gesammelt haben, geht es zum Puzzeln ins Eiscafé Degrassi. Das Zebra geht derweil den Schatz am Endpunkt der Rallye verstecken. Wo der liegt, haben die Kinder schon herausgefunden. Das Lösungswort: Grundschule Enger, Kletterspinne.

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10 – Enger-Spenge, Freitag 01. August 2014

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